Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter
Allgemein wird die Kindheit und Jugend als eine sorglose, unbeschwerte Zeit angesehen. Es wird dabei oft übersehen, dass etwa 20% der Kinder und Jugendlichen eine oder mehrere diagnostizierbare Störungen haben. Einige der Störungen könnten entwicklungsbedingt sein (Stichwort Einschulung oder Pubertätskrise) oder als Übertreibung bzw. Verzerrung normaler Verhaltensweisen und Emotionen betrachtet werden.
Kinder und Jugendliche zeigen dabei, wie alle Menschen, verschiedene Charakterzüge und Temperamente. Einige sind introvertiert und schüchtern, während andere extrovertiert und aufbrausend sind. Einige empfinden in einer Gruppe Wohlbefinden, andere dagegen nicht. Die Einstufung eines Verhaltens als normal oder als Störung hängt vom Grad der Beeinträchtigung, der Betroffenheit und dem wahrgenommenen Leidensdruck des Kindes oder Jugendlichen sowie seines sozialen Umfeldes ab.
Ein Gespräch, eine Klärung oder auch kurzfristige Hilfe können oft dazu beitragen, den als belastend empfundenen Druck zu verringern. Wenn dies nicht genügt, kann es sinnvoll sein, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.